Was ist denn Bio?

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Was ist denn Bio?

Die ökologische beziehungsweise die biologische Landwirtschaft bezeichnet ein Landwirtschaften, bei dem die natürlichen Lebenskreisläufe respektiert werden. Der Einfluss des Menschen auf die Umwelt soll dabei so gering wie möglich sein. Artgerechte Tierhaltung und ökologische Pflanzenproduktion sind charakteristisch für die biologische Landwirtschaft.

Prinzipien

In der biologischen Landwirtschaft wird nach bestimmten Normen gearbeitet. Dazu gehört beispielsweise, dass Pflanzen- und Tierarten ausgewählt werden, die krankheitsresistent und an die Bedingungen des Ortes angepasst sind. Außerdem wird auf artgerechte Tierhaltung wert gelegt. Das heißt, die Tiere werden nicht in Käfigen oder Ställen gehalten, sondern vornehmlich ihrem Wesen entsprechen draußen. Diese Art der Haltung nennt man Freiluft- oder Freilandhaltung. Außerdem werden die Tiere mit Biofutter gefüttert und dürfen lediglich nur auf wenige Stunden beschränkte Lebendtransporte von einem Ort zum anderen gebracht werden. Des Weiteren wird auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Künstdünger verzichtet. In der biologischen Landwirtschaft gilt zudem ein generelles Verbot der Gentechnik und von gentechnisch veränderten Organismen.

Biologische Produktion von Lebensmitteln auf dem Bauernhof

Auf einem Bio-Bauernhof werden Lebensmittel in alter oft vorindustrieller Weise erzeugt. Dabei wird das Konzept geschlossener landwirtschaftlicher Kreisläufe angewendet. Das bedeutet, dass Ackerbau und Viehhaltung gekoppelt werden: Auf der Ackerfläche werden unter anderem Futterpflanzen für die Tiere angebaut, pflanzliche Abfälle und tierischer Dung werden wiederum als Dünger für die Ackerflächen genutzt. Die Tiere werden mit Biofutter ernährt, das vom eigenen Acker kommt. Der Bauer kauft also selten und schon gar kein chemisch hergestelltes Futter ein.
So wird sichergestellt, dass möglichst eigene Ressourcen zur Bewirtschaftung verwendet werden. Biologische Produkte dürfen keine Farbstoffe enthalten. Das heißt, sie werden chemisch nicht nachbearbeitet.

Bodenfruchtbarkeit

Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist in der biologischen Landwirtschaft von besonderer Bedeutung, da fruchtbarer Boden die Grundlage für die Wirkungskette gesunder Boden → gesunde Pflanzen → gesunde Tiere → gesunder Mensch darstellt. Zum Erhalt sowie zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit werden folgende Maßnahmen angewendet:

  • ausgewogene Fruchtfolge mit Anbau von Zwischenfrüchten zur intensiven Durchwurzelung des Bodens
  • regelmäßige Zufuhr von organischen Substanzen für einen belebten Boden (Bodenorganismen bauen
  • Abfallprodukte, z.B. Dünger, ab und stellen so die darin enthaltenen Nährstoffe den Pflanzen zur Verfügung)
  • Anstelle der Nutzung von Herbiziden werden Unkräuter mechanisch bekämpft
  • schonende Bodenbearbeitung.

All diese Maßnahmen verhindern Bodenerosion sowie den Verlust von Nährstoffen und Wasser.

Das Bio-Logo

Um ein Bio-Logo verwenden zu dürfen, müssen die Bio-Bauern strenge gesetzliche Anforderungen einhalten. Laut der aktuellen Bio-Verordnung müssen beispielsweise (je nach Tierart) 85 % des Futters biologisch hergestellt worden sein, um es an Tiere artgerechter Haltung zu verfüttern. Bei Rindern und Milchkühen sind es seit 2008 sogar 100%. Außerdem werden alle Bio-Bauern der Europäischen Union durch regelmäßigen Vor-Ort-Besuche durch die EU selbst kontrolliert.

Zahlen und Fakten

2010 gab es in Deutschland circa 16 500 ökologisch zertifizierte landwirtschaftliche Betriebe, das sind fast 20 % mehr als noch im Jahr 2007. Obwohl die Zahl der Ökobetriebe steigt, machen sie insgesamt jedoch nur einen kleinen Teil des Agrarsektors aus. Von allen landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland (299 100 Betriebe) arbeiten nur 6 % nach ökologischen Prinzipien.



Bei Betrachtung der Viehbestände lässt sich feststellen, dass Ziegen mit einem Anteil von einem Drittel und Schafe mit einem Anteil von 12 % am meisten ökologisch gehalten werden. Schweine kommen dagegen selten in der ökologischen Landwirtschaft vor.

 

Bio-Bauernhof-Kreuzworträtsel

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Ein kleiner Tipp: alle Begriffe findest du so oder in ähnlicher Wortform in den Beiträgen zu diesem Thema.

von oben nach unten

1. So sollen in der biologischen Landwirtschaft Tiere behandelt werden

ARTGERECHT

2. Wichtige Grundlage für gesunde Pflanzen, gesunde Tiere und einem gesunden Menschen.

BODENFRUCHTBARKEIT

3. In der biologischen Landwirtschaft generell verboten.

GENTECHNIK

4. Bei der Lebensmittelverarbeitung verboten.

FARBSTOFFE

6. Ein Bauernhof kann ökologisch geführt werden oder mit anderen Worten:

BIOLOGISCH

8. … und Viehhaltung sind bei geschlossenen Betriebskreisläufen gekoppelt.

ACKERBAU

10. Dieses Tier wird am meisten ökologisch gehalten.

ZIEGE

von links nach rechts

5. In der biologischen Landwirtschaft wird im Einklang mit der … gearbeitet.

ARTGERECHT

2. Wichtige Grundlage für gesunde Pflanzen, gesunde Tiere und einem gesunden Menschen.

NATUR

7. Damit werden ökologisch gehaltene Tiere versorgt

BIOFUTTER

9. Unkraut soll nicht mit Herbiziden bekämpft werden, sondern …

MECHANISCH

11. Der Einfluss des … soll in der biologischen Landwirtschaft so gering wie möglich sein.

MENSCHEN

12. Ein anderes Wort für „landwirtschaftlicher Betrieb“.

BAUERNHOF

13. Alle Bio-Bauern in der … (Abkürzung) werden regelmäßig kontrolliert.

EU

14. Dieses Tier wird kaum ökologisch gehalten.

SCHWEIN

15. Mit regelmäßigen … wird die Einhaltung von Bio-Richtlinien gewährleistet.

KONTROLLEN