Land aus Menschenhand

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    Frühgeschichte
  • Antike
    8. Jh. v. Chr.
    bis 5. Jh.
  • Mittelalter
    5. bis 15. Jh.
  • Neuzeit
    16. bis 19. Jh.
  • Neueste
    Geschichte
    20. und 21. Jh.

Nach dem Ende der letzten Eiszeit begann der Mensch, wilde Pflanzen anzubauen – eine Entwicklung, die zur Entstehung der Landwirtschaft führte. Deshalb kennzeichnet diese Zeit den Übergang des Menschen vom herumtreibenden Jäger, Sammler und Fischer zum sesshaften Bauern. Die Bauern haben zunächst gezielt an Flüssen und Seen Ackerbau betrieben, weil dort gute Bodenbedingungen herrschten. In Europa begann die Zeit des Ackerbaus zwischen 7000 und 4000 Jahren vor Christus. Außerdem begann jetzt die Tierhaltung: Zunächst hielten sich die Bauern nur wilde Ziegen und Schafe, später auch Schweine, Rinder und Pferde.

In der Antike wurde der größte Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, wie zum Beispiel Getreide, von Großgrundbesitzern geliefert. Diesen Menschen gehörte sehr viel Land, welches sie zur Bewirtschaftung nutzten. Selbstverständlich arbeitete ein Großgrundbesitzer nicht selbst auf dem Acker, sondern ließ diese Arbeiten durch seine Sklaven erledigen. Da es kaum Hilfsmittel gab um die Felder zu bewirtschaften war es eine körperlich sehr anstrengende Arbeit. Das wichtigste Gerät zur Feldbearbeitung für die Sklaven war in dieser Zeit die Hacke.

Im Laufe der Zeit wurde die Landwirtschaft immer mehr verbessert. In Europa wurde die Dreifelderwirtschaft eingeführt. Dabei wurde im jährlichen Wechsel ein Acker mit Wintergetreide bestellt und ein zweiter mit Sommergetreide. Das dritte Feld blieb in diesem Jahr eine Brache, was bedeutet, dass der Boden nicht bewirtschaftet wurde und sich auf diese Weise erholen konnte. Er wurde dann lediglich als Viehweide genutzt. Weil der Ackerbau durch die stetigen Verbesserungen den Bauern immer mehr Einkünfte brachte wurde die Tierproduktion vernachlässigt.

Weil sich die Bauern immer mehr Wissen über die Ackerbau und Viehhaltung aneigneten wurden auch die Produktionsbedingungen verändert. Im 18. Jahrhundert wurde zum Beispiel die Dreifelderwirtschaft durch den Übergang zu einem kontinuierlichen Fruchtwechsel aufgegeben. Außerdem kam neue Technik zum Einsatz: Der so genannte Bodenwendeflug zum Beispiel. Pferde wurden allmählich durch Ochsen als Zugtiere ersetzt und der Hufbeschlag erleichterte die Arbeit.

Die zunehmende Technisierung und Spezialisierung im 20. Jahrhundert führte zu einer Landwirtschaft, wie wir sie heute kennen: Bauern setzten Kunstdünger und chemische Schädlingsbekämpfungsmittel auf den Feldern ein und nutzten moderne Maschinen zur Arbeitserleichterung. Dadurch konnte die Landwirtschaft ihre Erträge steigern und der Bevölkerung bei der Nahrungsmittelversorgung gerecht werden.

Richtig zuordnen

Was wisst ihr über die Entwicklung der Landwirtschaft? Ordnet die folgenden Sätze den jeweiligen Epochen zu! Zieht die richtige Epoche einfach mit der Maus in das freie Feld hinter den Sätzen!

Tipp: Jede Epoche kann nur genau einem Satz zugeordnet werden!

Neueste Geschichte
Neuzeit
Mittelalter
Vor- und Frühgeschichte
Antike

Die körperlich anstrengenden Arbeiten auf dem Acker wurden von Sklaven erledigt.
Zeitepoche
Der Einsatz von Kunstdünger und Maschinen führte zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge.
Zeitepoche
Das Hirtentum und die Tierhaltung begann: Bauern hielten sich wilde Ziegen und Schafe, später auch Schweine und Rinder.
Zeitepoche
Anstelle von Pferden wurden jetzt Ochsen als Zugtiere eingesetzt. Außerdem entdeckte man die Vorteile der Hufbeschlagung.
Zeitepoche
Der Ackerbau wurde durch die Einführung der so genannten Dreifelderwirtschaft enorm verbessert und brachte den Bauern steigende Einkünfte.
Zeitepoche

Schau! Hier siehst du den allerersten technischen Mähdrescher, der von dem scholschen Pfarrer Patrick Bell 1826 erfunden wurde. Der Mähdrescher ist zwar weit entfernt von den heutigen Maschinen, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, dennoch stellt diese Erfindung in der Landwirtschaft einen Meilenstein dar.



Bild: Mähdrescher (Quelle: Science Museum London, flickr CC)

Links unten an der Maschine kannst du die Messer sehen, mit denen das Getreide ähnlich wie mit einer Schere geschniaen wurde. Anschließend wurde das Getreide über das Drehrad auf der Schürze gesammelt, die es zu den Seiten der Maschine brachte.