Landwirtschaft der Zukunft

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Die Zukunft der Landwirtschaft

Die Zahl der Weltbevölkerung, die in Städten leben, soll von derzeitigen 50 % auf knapp 69 % bis zum Jahr 2050 steigen.

Quelle:(© bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/

Mit den herkömmlichen Anbaumethoden der Landwirtschaft, kann die Versorgung in vielen Ländern nicht mehr gewährleistet werden. Deshalb sucht man schon seit längerer Zeit nach einer Lösung für dieses Problem. Vor allem die genannte Verstädterung zeigt sich dabei als Herausforderung für die Planung und Durchsetzung von neuen Ansätzen. In allen Ländern der Welt, aber vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern, ist ein Umzug der Einwohner vom Land in die Stadt zu verzeichnen und damit einhergehend ein Versorgungsproblem.
Eine Lösung für dieses Szenario und die damit bevorstehenden Probleme bietet die vertikale Landwirtschaft. Nach Dr. Dickson Despommier, dem Vorreiter des vertical farming, ist dies ein Hochhaus inmitten einer Stadt, in welchem in verschiedenen Stockwerken unterschiedliche landwirtschaftliche Produkte angebaut und zur Versorgung der Bevölkerung genutzt werden.
Die Idee
In einem Hochhauskomplex beherbergen verschiedene Etagen die Nahrungs- und Versorgungsmittel für eine(n) Stadt(-teil). In einer Art Gewächshaus gedeihen dann Pflanzen, wie Tomaten, Kartoffeln, Mais, Karotten oder Salate, außerdem ist in den unteren Etagen auch die Haltung von kleineren Nutztieren vorstellbar. Die vertikalen Farmen in den Städten können natürlich nicht mit den gleichen Bedingungen, wie die herkömmliche Landwirtschaft bewirtschaftet werden. Deshalb werden vermehrt der Anbau von Hydrokulturen, erdelosen Pflanzenarten sowie an Gewächshäuser angelehnte Verfahren vorgeschlagen. Im Gebäude sind zusätzlich auch Energieversorgungs- und Lagerungsmöglichkeiten als Teil eines kleinen Ökosystems enthalten, wie zum Beispiel Silos, Solar- und Windanlagen und Wasserfilteranlagen.

Quelle: plpalencia / flickr.com

Vor- und Nachteile
Wie jede landwirtschaftliche Technik, birgt auch die vertikale Landwirtschaft Vor- und Nachteile. Der Größte Vorteil ist die Nähe zum Verbraucher. Es wird keine Preiserhöhung der Produkte aufgrund von Transportkosten geben, dieser Fakt ist zugleich auch hilfreich für die Entlastung der Umwelt. Durch den Etagenanbau ist die Variante der Landwirtschaft auch platzsparend, was vor allem in den Großstädten und Metropolen vorteilhaft ist. Aber selbst der Erfinder Despommier betont, dass „die vertikale Farm nicht die einzige Landwirtschaftsform der Zukunft [ist]“ und zusätzlich zum herkömmlichen Anbau genutzt werden soll. Probleme kann es auch im Ansehen durch den Konsumenten geben, da die Nahrungsmittel nicht unter natürlichen Bedingungen erzeugt werden und die Akzeptanz der Entwicklungen somit in Frage steht.

Die Ausführung
Zurzeit gibt es mehrere Projekte, die den Ansatz des vertical farming ausprobieren und weiterentwickeln. Vor allem in heutigen Metropolen, wie New York und Shanghai, wendet man diese Idee der Nahrungsmittelerzeugung an.8 Eine funktionierende vertikale Landwirtschaft, die einen ganzen Stadtteil oder eine bestimmte Bevölkerungsmenge versorgt, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht, das die Forschung noch kein optimales Konzept zur Umsetzung gefunden hat.

Richtig zuordnen

Zurzeit werden immer mehr vertikale Farmen geplant, um dem Bedarf der Menschen in den Städten gerecht zu werden.

1. Bitte ordne die landwirtschaftlichen Technologien und Arbeitszweige der jeweiligen Etage der vertikalen Farm zu.

2. Nun kannst du weitere Informationen zu den einzelnen Elementen sehen. Überlege jetzt im Klassenverband welche Vorteile und Nachteile aus einer solchen landwirtschaftlichen Nutzung entstehen, auch im Gegensatz zur herkömmlichen Landwirtschaft?

Karottenanbau
Hängetomatenanbau
Champignonzüchtung
Kartoffelanbau
Salatkopfzüchtung
Silos
Solaranlage
Maisanbau

Zur Energiegewinnung und Stromerzeugung befindet sich auf dem Dach eine
eigene Solaranlage. Diese kann auch durch eine Windkraktanlage unterstützt oder ersetzt
werden

hier können auch andere Pflanzen,
wie Weizen, Soja, Mandarinen oder Äpfel angebaut werden

Diese Pflanzen brauchen nicht so viel
Tageslicht zum wachsen, weswegen sie in den unteren Etagen untergebracht sind

In diesem Bereich können Pflanzensamen gelagert werden

Zur Energiegewinnung und Stromerzeugung befindet sich auf dem Dach eine eigene Solaranlage. Diese kann auch durch eine Windkraftanlage ersetzt oder unterstützt werden.
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